How to Show than Tell in writing

Als Autor oder Schreiberling ist es eines der größten Erfolge in seinen Texten etwas zu zeigen und nicht nur zu nennen. Es zu veranschaulichen, es so nachvollziehbar und bildlich zu schreiben wie möglich. Gerade das kann zu Anfang eine wirklich sehr große Hürde sein, denn es ist oft nicht so einfach, wie man es sich vorstellt. Vor allem wenn man noch ein Anfänger ist und nicht wirklich weiss wo vorne und hinten ist.


Deshalb schaue dir diese zwei Bespiele an:
1. Beispiel. Maxwell knallt die Tür und schaut wütend Ruth an.
Ist es ansprechend, kannst du dir darunter etwas bildlich vorstellen oder gar wirklich nachvollziehen das er wütend ist?
2. Beispiel: Maxwell öffnet die Tür mit Schwung und stürmt in das Zimmer ganz hastig. Er knallt mit all seiner Wucht, die er aufbringen konnte, die arme Tür laut hinter sich zu. Mit seinen zusammengezogenen und dunklen Augenbrauen schaut er auf Ruth runter. Er hat fest die Zähne aufeinander gebissen, sodass sein markantes Kinn hervorsticht und die Hände zu Fäusten geballt, dass diese sogar schon weiß anlaufen.

Im Prinzip sind diese beiden Beispiele das gleiche, doch ist hier trotzdem ein sehr großer Unterschied und genau das ist das was erreicht werden soll. „Showing than Telling.“
Denn im ersten Beispiel wird nur kurz und knapp erläutert was Maxwell tut. Er kommt rein, knallt die Tür und schaut wütend, doch im zweiten Beispiel wird viel mehr auf seine Person eingegangen und auf sein Verhalten, seine Gesten, seine Mimik und auf sein gesamtes Erscheinungsbild und Aussehen. Somit entsteht ein ganz anderes Bild von ihm, man kann ihn praktisch vor sich stehen sehen, man kann ihn sich richtig vorstellen.

Binde Emotionen ein!

„Emotion bezeichnet eine Gemütsbewegung im Sinne eines Affektes. Sie ist ein psychophysiologisches, auch psychisches Phänomen, das durch die bewusste oder unbewusste Wahrnehmung eines Ereignisses oder einer Situation ausgelöst wird. Das Wahrnehmen geht einher mit physiologischen Veränderungen, spezifischen Kognitionen, subjektivem Gefühlserleben und reaktiver Verhaltenstendenz des Menschen.“

Emotionen sind ein Bestandteil eines Menschen und somit auch unserer Charakters. Emotionen können durch einen Gesichtsausdruck vermittelt werden. Denn man geht schließlich nicht zu jemandem hin und sagt ihm: „Ich bin traurig.“ Man zeigt es in Form eines Gesichtsausdruckes. Man schaut bedrückt, die Augen füllen sich mit Tränen, die Augen verlieren an Glanz, wirken vielleicht total matt. Deshalb wenn du ausdrücken willst wie sich dein Romancharakter fühlt, solltest du seinen Gesichtsausdruck und seine Gestik beschreiben. Vor allem geht es nicht nur ums Gesicht und die Gestik, es geht ums volle und Ganze. Um die Tonlage einer Stimme, wenn jemand mit dir spricht wenn er wütend ist. Brüllt derjenige, schluchzte er während er dich anschreit oder gar bebt seine Stimme vor lauter Zorn. Alle diese Dinge, diese Beschreibungen malen ein Bild. Nicht nur ein Bild deines Charakters, sondern auch von der Situation. Somit erzielst du, dass eine Szene deinem Leser vollkommen unter die Haut geht oder dass es einem buchstäblich das Herz bricht.

Jeder ist ein Individuum

Jede Person ist ein Individuum, deshalb ist das Verhalten von Person zu Person unterschiedlich. Einer zeigt seine Enttäuschung ganz offen, andere wiederum lassen es so aussehen als ob es sie kalt lässt. Jeder Mensch reagiert anders wenn er wütend ist. Maxwell reagiert in diesem Fall laut, er ist stürmisch, beißt die Zähne zusammen und ballt die Fäuste. Ein anderer fängt vielleicht an zu weinen wenn er wütend ist, vielleicht zu schreien, Dinge um sich herum zu zerstören, geht weg um allein zu sein. Wütend heißt nicht gleich wütend. Jeder Mensch reagiert anders, schaue dich in deiner Familie um, bei deinen Freunden oder auch in deinem Bekanntenkreis, auf der Arbeit. Wie reagieren die Menschen? Sie reagieren nicht alle gleich.

 

Und genau das bringt dich zu „Showing than Telling“. Eine wichtige Grundlage des Erzählens. Manch einer würde behaupten, dass es nicht so ist, doch für mich persönlich ist es der Schlüssel für unglaubliche Bücher. Bücher in denen man sich verliert und Charaktere die mich zum Lachen oder zum Weinen bringen. Denn damit erzielst du als Autor oder als Schreiberling, dass deine Texte deinem Leser buchstäblich unter die Haut gehen, sie zum Zittern bringen, zum Lachen und zum Weinen.
Siehst du das auch so?

4 Antworten auf „How to Show than Tell in writing

  1. DANKE fürs Aufgreifen dieses unheimlich wichtigen Themas!

    Allerdings bekomme ich beim Lesen den Eindruck, „show“ wäre zwangsläufig um Ellen länger als „tell“, was de facto aber genau anders herum sein sollte. Mit dem Fokus auf das Gefühlte einer Figur werden Ergänzungen wie die zusammengezogenen Augenbrauen, aufeinander gebissenen Zähne und die Faust hinfällig. „Show“ lebt meiner Ansicht nach von starken Verben, nicht von ausschweifenderen Formulierungen. Das hast du (für mich) in deinem Beispiel nicht erfüllt …

    Aber mit „Maxwell knallt die Tür“ hast du mich echt zum Lachen gebracht! Ich wünsche den beiden alles Gute! 😉

    SCHÖNEN ABEND!

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  2. Eine Sache irritiert mich etwas und das ist nicht zwingend negativ gemeint: Wieso sind deine Blogüberschriften manchmal auf english, deine Texte selbst aber auf deutsch? 🙂

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