How to write good dialogues?

screenshot_20191209-093113__01313751608218628501.jpgDialoge sind in einem Roman einer der wichtigsten Kommunikationsmaßnahmen, denn ohne die können deine Charaktere miteinander nicht interagieren und deshalb ist es besonders wichtig, diese Dialoge lebendig zwischen zwei Charakteren aussehen zulassen und nicht künstlich oder unrealistisch.
Wie du besonders gute Dialoge verfassen kannst, erfährst du hier in diesem Beitrag.


Inhalt:

1.Was sind Dialoge?
2.Die verschiedenen Fälle
2.1. Diskussionen<
2.2. Sagte, fragte, antwortete
2.3. Jeder Charakter hat seine eigene Stimme
2.4. Interpunktion und Format
2.5. Zu viele Infos
2.6. Small Talk No Go’s
2.7. Pausen einlegen
2.8. Die Sprache verrät wer man ist
2.9. Aktionen
3. Das Prüfen der Echtheit
4. Aufgabe


1. Was sind Dialoge?

Dialoge sind Gespräche die von zwei Personen oder auch mehreren geführt werden, um sich kennenzulernen oder aber seinen eigenen Standpunkt zu erläutern. Es ist ein Austausch zwischen zwei (oder mehreren) Personen an Informationen.

2. Die verschieden Fälle

Dialoge sind unterschiedlich und nicht jeder schreibt sie gleich und vor allem ist das Gesagte auch nicht immer gleich. Die Körpersprache eines Menschen, ist immer individuell und jeder hat seine Ticks und Angewohnheiten. Deswegen gibt es hier einige Vorschläge wie du diese Dialoge schreiben kannst.

2.1 Diskussionen

screenshot_20191209-093136__011197106578487888386.jpgDialoge müssen nicht immer friedlich verlaufen, man kann sie auch spannend gestalten in dem man eine Diskussion anzettelt zwischen zwei deiner fiktiven Personen. Sie tauschen sich hitzig über ein Thema aus oder haben beide eine ganz andere Meinung zu einem Thema.
Nehmen wir ein Beispiel:
Amanda und Ryan sind ein frisch verliebtes Pärchen welches gerade zusammen gezogen ist. Sie freuen sich beide darauf zusammen zu leben, doch nicht alles ist so schön bunt und toll, denn einige Angewohnheiten die Ryan hat bringen Amanda an ihre Grenzen.
Amanda öffnete die Spülmaschine, sofort kam ihr ein widerlicher Gestank entgegen, woraufhin sie augenblicklich die Nase rümpfte. Angeekelt holte sie einen Teller raus, an dem noch die Fischrest von dem gestrigen Abendessen klebten. „Ryan!“ Sie legte den Teller in das Waschbecken und öffnete das Fenster, da jetzt nun auch die ganze Küche danach stank. „Ryan!“, schrie sie lauter, doch er reagierte nicht, so als sei er gar nicht zu Hause, dabei wusste sie genau das er gerade sicherlich wieder einmal vor der Spielkonsole saß. Sie stampfte wütend in das Wohnzimmer, indem noch einige unausgepackte Kartons standen, dann bleib sie vor dem Fernseher stehen und stemmte die Arme in die Seiten.
„Solltest du nicht, die noch übrig geblieben Kartons auspacken?“ „Ja, ich spiel noch kurz zu ende.“ „Nein.“ Sie schüttelte dabei den Kopf. „Das hatte ich dir schon vor Stunden gesagt und du sitzt immer noch faul auf deiner Haut herum und spielst dein dämliches Spiel.“ „Ja, gleich.“ Amanda schnaubte, drehte sich um und zog den Stecker.
„Hey.“ Sofort war Ryan aufgesprungen und schaute sie verärgert an. „Was soll das? Ich hab doch gesagt, ich mach das gleich.“ „Dein gleich dauert nen halben Tag. Zudem habe ich dir nicht gestern gesagt, dass du bevor du den Teller in die Spülmaschine stellst, ihn mit einer Serviette abwischen sollst, damit da nicht die ganzen Fischreste dran kleben?“ Sie verschränkte die Arme vor der Brust und schaute ihn prüfend an. „Hab ich vergessen.“, murmelte er und kratzte sich am Hinterkopf.
„Ja, das ist genau das gleiche wie mit: gleich, ich mache das.“ Sie äffte ihn nach und Ryan hingegen schaute sie grimmig an. Ihm gefiel es gar nicht das sie ihn so nach machte.
„Hey, ich habe doch gesagt das ich das machen werde. Ich verstehe nicht wo dein Problem ist.“ „Mein Problem ist, dass du nichts machst und ich dir hinterher renne und alles immer wegräumen muss.“, regte sie sich auf und schaute ihn mit weit aufgerissenen Augen an.

2.2 Sagte, fragte, antwortete

Diese kleinen Wörter wie sagte, fragte, antwortete, rief usw. solltest du sparsam in deinen Dialogen einsetzten, denn wenn du nach jedem Anführungszeichen sagte und fragte schreibst, lässt sich dein Text nicht wirklich flüssig lesen und zudem ist die ständige Wiederholung wirklich mehr als nur nervig. Deshalb weniger ist mehr in dem Fall. Nehme dir auch gerne das oben genannte Beispiel als Hilfe.

Beispiel: „Ryan!“, schrie sie lauter…
Um zu verdeutlichen, dass sie ihn erneut ruft, doch jetzt lauter.

2.3 Jeder Charakter hat seine eigene Stimme

In deiner Geschichte hast du mehrere fiktive Personen und jede Person ist ein Individuum, was auch der Grund ist, dass jeder seine eigene Stimme hat. Einige Personen, lispeln, können das „r“ nicht richtig aussprechen oder haben andere Merkmale. Oder aber es gibt Personen die von Natur aus immer wieder enthusiastisch sind oder die sich den Sarkasmus einfach nicht verkneifen können. Solche kleinen Merkmale sollte deine Person haben, um sie einzigartig zumachen.

2.4 Interpunktion und Format

Wenn du einen Dialog schreibst zwischen zwei Personen und es kommt zu einem Themawechsel in der Konversation, dann fängst du eine neue Zeile an. Genau das gleiche gilt auch, wenn eine neue Person sich dem Gespräch anschließt. Dann wird ebenfalls eine neue Zeile angefangen und auch kurz erwähnt wer überhaupt spricht, damit es nicht zu Verwirrung und Missverständnissen kommt.

2.5 Zu viele Infos

Wenn deine Charaktere miteinander sprechen, dann solltest du Informationen filtern. Erzähle nichts, was beide deiner Charaktere schon wissen, sondern etwas neues. Nacherzählungen in Dialogen solltest du auch weglassen, denn das ist eine einfache Wiederholung der Ereignisse, die dein Protagonist bereits erlebt hat. Es ist eine unnötige Wiederholung und führt zu Langeweile bei deinen Lesern.

2.6 Small Talk No Go’s

Small Talk ist im realen Leben meisten genauso unangenehm wie im Roman. Deshalb solltest du diese nicht unbedingt mit rein nehmen. Außer:
1. Fall: Es treffen sich zwei alte Freunde wieder.
2. Fall: Wenn man am Telefon mit einer Person telefoniert wird.
3. Fall: Wenn man jemanden fragt ob es ihm gut geht, da die Person Krank aussieht.
Bei all diesen Fällen kann man ruhig einige typische Fragen, wenn man Small Talk betreibt einfügen, doch sollte man danach ein tiefgründiges Gespräch aufbauen.

2.7 Pausen einlegen

Wie auch im wahren Leben, legen wir Menschen wenn wir uns mit jemanden unterhalten Pausen in unserem Dialog ein und das sollten deine fiktive Charaktere auch tun.
Hier ist ein Beispiel:
Wütend fragte ich ihn was das gerade sollte, denn die Tatsache, dass er sich so für mich eingesetzt hatte vor allen anderen, nervte mich gewaltig. „Was soll schon dabei sein?“ Er zuckte mit den Achseln und warf mir einen verwirrten Blick zu. „Was soll schon dabei sein? Bist du noch ganz dicht in der Birne?“, fuhr ich ihn an, dabei konnte ich nicht vermeiden ihn zornig anzublitzen. „Was sollen jetzt bitte die anderen denken?“ Ich verschränkte die Arme vor der Brust.
„Mir ist egal was die anderen denken.“ Sein Blick wurde weicher, all die  Anspannung glitt aus seinem Gesicht. In seinen Augen lag ein Ausdruck der schwer zu deuten war. „Mir aber nicht.“ „Schön. Ich kann nichts daran ändern, dass ich dich liebe.“ Ich starrte ihn an. Der Kloß der sich in meiner Kehle gebildet hatte, wagte mich jetzt jeden Moment zu ersticken. Mein Mund wurde ganz trocken. In meinem Kopf setzten sich die Zahnräder in Bewegung und ich konnte einfach keinen klaren Gedanken fassen. All die Anspielungen, all die Bemerkungen und sein Verhalten. Nein, dass durfte nicht wahr sein. Ich habe mich doch sicherlich verhört.
„Was?“ „Du hast richtig gehört.“

In dem Beispiel wird nachdem er ihr gesagt hat, dass er sie liebt, ihre Reaktion beschrieben und ihre Gedanken. Und genau dieser Part ist in dem Fall die Pause. Man umschreibt diese Pause, denn sie ist in dem Moment geschockt und muss erst einmal verarbeiten, was er da gerade zu ihr gesagt hat. Deshalb gilt wenn deine Charaktere eine Pause in dem Dialog einlegen, umschreibe ihr Verhalten, ihre Gefühle oder aber ihre Gedanken zu dem gesagten.

2.8 Die Sprache verrät, wer man ist.

In deiner Geschichte hast du mehrere fiktive Personen und jede Person ist ein Individuum, was auch der Grund ist, dass jede seine eigene Sprache hat. Ein Gelehrter hat eine ganz andere Sprache, als einer der aus dem Ghetto kommt.
Doch Vorsicht! Es kann jemand aus dem Ghetto kommen, doch trotzdem intelligent sprechen. Heißt: Das man jemanden nicht sofort nach seinem Herkunftsort oder seiner Vergangenheit abstempeln sollte.
Zudem sollte die Sprache deiner Person auch auf das Verhalten passen. Wenn deine Person eine sehr schüchterne Person ist, dann redet die Person eher etwas leiser oder sogar weniger, als eine Person die offen ist und gerne im Mittelpunkt steht.

2.9 Aktionen

screenshot_20191208-201001__013762954180182264280.jpgWie auch in der realen Welt, stehen wir Menschen nicht einfach Kerzen gerade und unterhalten uns mit jemanden. Der eine lehnt sich zum Beispiel mit der Schulter an die Wand, verschränkt die Arme vor der Brust oder macht eine Handbewegung, die darauf schließen lässt, dass man verstummen sollte. Aktionen sind in einem Dialog genauso wichtig, wie die Sprache. Denn dadurch wirkt dein Dialog erst richtig lebendig und energisch.

„Hab ich vergessen.“, murmelte er und kratzte sich am Hinterkopf.

Vor allem unterstreicht die Körpersprache auch noch die Emotionen des jeweils anderen. Ryan in dem Fall, kratzt sich am Hinterkopf und murmelt sein „Hab ich vergessen.“, weil er auf frischer Tat ertappt wurde, obwohl ihm Amanda gesagt hatte das er die Fischreste mit einer Serviette vom Teller wischen sollte. Also, machen Aktionen einen Dialog nicht nur lebendig und energisch, sondern unterstreichen auch das Wohlbefinden der Person, damit drückt man Emotionen aus.

3. Das prüfen der Echtheit

Wenn du also all die Dinge die ich oben aufgelistet habe ausprobiert hast und einen richtigen Text verfasst hast, dann solltest du, wenn du deinen Text Korrektur ließt, ihn auf jeden Fall nicht nur stumm lesen sondern auch mal laut. Gerade dann, wenn du einen Dialog laut liest, stechen Unstimmigkeiten und unrealistische Passagen besser hervor. Du kannst auch deinen Dialog jemand anderen Vorlesen, die Hauptsache ist, dass dein Dialog sich real anhört, so als hätten sich die zwei Personen wirklich einmal unterhalten.

Aufgabe:

Zu aller erst hoffe ich natürlich das du diesen Artikel spannend fandest und vor allem hilfreich. Jetzt geht es darum selber Dialoge zu verfassen. Deshalb trödel nicht lange herum und fange sofort an zuschreiben.

Hier sind zwei Beispiele zu denen du einen Dialog verfassen kannst wenn du möchtest:

  1. Beispiel:

Wer? Emma und Carl
Was? Carl hat Emmas Bruder umgebracht, was jetzt erst raus kommt
Warum? Carl hat ihren Bruder umgebracht, weil er ihr erzählen wollte das Carl krumme Sachen mit seinen Freunden dreht.

2. Beispiel:

Wer? Anna und Ron
Was? Anna hat Ron dabei erwischt wie er sie mit ihrer besten Freundin betrogen hat

 

So ich denke diese Informationen müssten ausreichen. Dem Rest kannst du deiner Fantasie freien Lauf setzten. Schreibe mir doch deinen Dialog in die Kommentare, würde mich wirklich freuen.

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